Zu Besuch in Argentinien

Zurück zu den Wurzeln

Am 2. Januar 2011 kam seinerzeit der erste Kühlcontainer mit Fleisch der Marke Rodeo aus Argentinien im Hamburger Hafen an. Seitdem wurde auf beiden Seiten des Atlantiks an der Erfolgsgeschichte von Rodeo Ranch Quality gearbeitet.

Fast schon Tradition sind deshalb die Besuche bei unserem argentinischen Rodeo Partner, wie im Januar 2015. Nachdem wir Uruguay hinter uns gelassen hatten (Hier mehr ), ist die argentinische Hauptstadt Buenos Aires unsere nächste Station. Von dort aus geht es per Bus zur rund 200 Kilometer südwestlich gelegenen Farm unseres argentinischen Rodeo-Partners. Leider hat sich das gute Wetter verabschiedet. Bei strömendem Regen fahren wir über gut ausgebaute Straßen bis zu einer kleinen Tankstelle, die passenderweise auch noch „El Rodeo“ heißt. Hier warten schon mehrere Pick-Up-Trucks auf uns, denn ab hier geht es nur noch über Feldwege weiter. „So starke Regenfälle habe ich in Argentinien noch nicht erlebt“, erzählt Heinz Balkenhoff, Fleischexperte für Rodeo, angesichts der zahlreichen Senken, die komplett unter Wasser stehen.

Fruchtbarer Boden

Doch der starke Regen hat auch etwas Gutes. In einigen Tagen, wenn alles ein wenig abgetrocknet ist, werden Gräser und Sträucher umso stärker sprießen. Ideale Bedingungen für die riesigen Rinderherden hier, die ausschließlich fressen, was die Natur hergibt. Auf der Farm angekommen, finden wir ein ähnliches Bild vor wie in Uruguay. Ställe gibt es hier nur für die Pferde der Gauchos. Lediglich ein paar umzäunte Unterstände sind zu sehen. Die, so erklärt man uns, schützen die schlachtreifen Rinder vor der Sonne, während sie auf den Transport warten, da die Temperaturen in den Sommermonaten schon mal über die 30-Grad-Marke klettern. Ein wenig abseits haben die Gauchos der Farm an die 30 Tiere zusammengetrieben – allesamt Ochsen, mit einem Gewicht um die 400 Kilogramm. Die Tiere sind rund zwei Jahre alt und stammen alle aus einer Herde.

Harte Arbeit

Bereits vor mehreren Tagen haben die Gauchos damit begonnen, die schlachtreifen Tiere zu separieren und zu den einzelnen Gattern, die extra für die Verladung der Tiere gebaut werden, zu führen. Mit Wild-West-Romantik hat die Arbeit der Gauchos heutzutage allerdings wenig zu tun. Das Zusammentreiben, Umweiden und Separieren der Herden findet zwar ausschließlich zu Pferde statt, wenn es darum geht, Weidezäune zu reparieren oder Herden in weit entlegenen Gebieten zu kontrollieren, ist man mit dem Pickup jedoch schneller. „Man darf sich das auch nicht so vorstellen, dass die Gauchos wie ein Schafhirte immer bei der Herde sind. Hier in Argentinien ist so viel Platz, dass die Tiere fast wild leben“, erklärt Matthias Rudolph, Geschäftsführer beim Rodeo Importeur.

Omar Solassi und Tochter Roxana

Omar und Roxana Solassi

Lückenlos rückverfolgbar

Am nächsten Morgen starten wir zur Besichtigung des Schlacht- und Zerlegebetriebes unseres argentinischen Rodeo Partners. Dort werden wir herzlich vom Seniorchef Omar Solassi und seiner Tochter Roxana empfangen.

Nach einer kurzen Einführung schlüpfen wir in Hygieneschutzkleidung und passieren die Hygieneschleuse, um uns Schlachtung und Verarbeitung der Tiere anzusehen, die am Vortag auf der Farm verladen wurden. „Die Zerlegung der Rodeo Rinder wird immer von drei speziell geschulten Supervisoren beaufsichtigt. So stellen wir sicher, dass die Zuschnitte auch den Rodeo Kriterien entsprechen."

Gereift genießen

Während die Teilstücke per Lastwagen in einem Kühlcontainer zur Verschiffung in den Hafen von Buenos Aires gebracht werden, wird uns noch echtes Rodeo Fleisch serviert. Leider ein recht zäher Genuss, da dem ganz frischen Fleisch noch die natürliche Reifung fehlt. Denn nach dem Zuschnitt werden die Rodeo Teilstücke in spezielle Vakuumbeutel verpackt, in denen das Fleisch während des vierwöchigen Transportes über den Atlantik optimal reifen kann.

Für unsere Reisegruppe neigt sich der Besuch in Argentinien langsam dem Ende zu. Schon am nächsten Morgen geht es per Flugzeug zurück nach Deutschland, wo Heinz Balkenhoff und Matthias Rudolph fünf Wochen später an einem kalten und regnerischen Dienstagmorgen den Container mit der Ware aus Argentinien in Empfang nehmen.